2. Europäische Konferenz – Es geht weiter…

Wir erinnern uns zurück an das Jahr 2016 und die erste European Conference on Transforming Education, die vom 24.-27. September an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum stattfand. Eine Veranstaltung von und für Schulen mit innovativen Oberstufen. Schulen, die in Bewegung sind und die voranschreiten, um einen Impuls zu setzten: Denn so wie Schule derzeit ist, kann sie nicht weiter bleiben. (Hier geht es zum Bericht der letzten Konferenz)

Die diesjährige TreEdu Conference fand vom 23.-26.09.2017 in Zürich statt, ausgerichtet vom Gymnasium Unterstrass. Wir waren mit drei SchülerInnen – Clara (Jg 13), Lina und Wilma (beide Jg 12)-  begleitet von der Projektleiterin der Neuen Oberstufe – Annette Güth – vertreten. In einem etwas kleineren Rahmen als letztes Jahr, doch nicht minder inspiriert, machten wir uns ans Werk.

Dieses Mal waren mit dabei:

Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz war die Weiterverfolgung und Vertiefung unserer im letzten Jahr gesetzten Ziele:

  • Der Aufbau eines europäische Netzwerks innovativer Oberstufen – als verbindendes, inspirierendes und demokratisches Instrument
  • Die gegenseitige Unterstützung für das Überwinden bürokratischer Hürden und restriktiver Lehrpläne
  • Der Aufbau von SchülerInnen- und LehrerInnenaustausch sowie Schulbesuchen
  • Erfahrungs- und Informationsaustausch sowie gemeinsames Entwickeln von neuen Lernformaten

Drei Tage lang arbeiteten wir intensiv und manchmal auch bis in die späten Abendstunden. Dabei stand auf unserer Agenda:

  • Austausch zwischen unseren Oberstufen über das, was schon gut läuft und wo unsere aktuellen Herausforderungen liegen
  • Entwicklung einer gemeinsamen Vision
  • Kennenlernen des Schulalltags am Gymnasium Unterstrass
  • Findung eines geeigneten Formats für einen SchülerInnen- und LehrerInnenaustausch
  • Erstellung eines Action-Plans mit unseren nächsten Schritten

Als ein zentrales Ergebnis ist diese gemeinsame Vision entstanden.
Wir wollen SchülerInnen befähigen…

  • Probleme zu erkennen und anzupacken, um einen nachhaltigen positiven Einfluss auf die Zeit, in der wir leben, zu haben
  • selbständig, selbstorganisiert und verantwortungsvoll in flexiblen Lernumgebungen und Formaten (Lernen in Projekten, Themen- und Methoden-Lernen) zu arbeiten
  • sich Herausforderungen in unserer modernen Gesellschaft,, wie zum Beispiel Demokratie, Umwelt, Migration, Digitalisierung etc. souverän zu stellen

LehrerInnen die Chance geben

  • in freien Lernumgebungen Entfaltungsmöglichkeiten ausschöpfen zu können
  • als gleichwertige Coaches der SchülerInnen sowie ebenfalls als Lernende zu agieren

…und nicht zuletzt das ganze Schulsystem dazu anregen

  • demokratische Strukturen zu etablieren
  • Inhalte, Werte und Fähigkeiten zu vermitteln, die auf „das Leben nach der Schule“ vorbereiten
  • Schule so umzustrukturieren, dass SchülerInnen aktiv ihre eigene Bildung gestalten können
  • Disfunktionale Noten und Prüfungen abzuschaffen

Neben der Arbeit durfte ein spannendes Freizeitprogramm nicht fehlen. So gab es drumherum , wie schon im letzten Jahr, gemeinsames „Happy Cooking“ sowie landestypisch schweizerisches Käsefondue und die Besichtigung des Züricher Hausbergs „Uetliberg“.

  

Wie geht es nun weiter?

Für das nächste Jahr haben wir uns vorgenommen:

  • in vier Videokonferenzen alle drei Monate zusammen zu kommen, um uns zu unseren gesetzten Entwicklungsvorhaben auszutauschen und uns darin zu unterstützen
  • weitere interessierte innovative Oberstufen aus Europa für unser Netzwerk zu gewinnen
  • EU-Funding und weitere Finanzierungsalternativen zu erwirken, um den Aufbau des Netzwerks weiter zu stärken
  • SchülerInnen und LehrerInnenaustausch zwischen unseren Schulen auf den Weg zu bringen
  • Auch 2018 im September eine EU-Konferenz stattfinden zu lassen – ausgerichtet von der Jenaplanschule Jena

Inspiriert und beschwingt von der Konferenz freuen wir uns nun auf die gemeinsame Netzwerkarbeit im nächsten Jahr.

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