Archiv für den Monat: Mai 2017

Ein inspirierender Tag mit Lern- und Arbeitskompetenzen

Im April haben wir zum ersten Mal erfolgreich unser Lernformat „Lern- und Arbeitskompetenzen (LAK)“ durchgeführt und sind noch immer ganz euphorisiert und stolz auf diesen Tag voller Inspiration und Lernfreude.

Was genau sind Lern- und Arbeitskompetenzen?

 In den Workshops zu Lern- und Arbeitskompetenzen erlernen die Schüler*innen Strategien und Kompetenzen für erfolgreiches Lernen und Arbeiten und damit Werkzeuge des Lernens und Lebens. Die Workshops finden zum Einen zu fachspezifischen Kompetenzen statt wie beispielsweise die Analyse historischer Quellen, das Schreiben einer Erörterung oder eines Essays, das Lesen geographischer Karten oder der Umgang mit Statistiken. Zum Anderen gibt es Workshops für die Erweiterung und Festigung überfachlicher Kompetenzen wie zum Beispiel Visualisierungstechniken, Kommunikationsstrategien, Supportive Leadership, oder Präsentations- und Dokumentationsformen.

Wie lief der Tag zu Lern- und Arbeitskompetenzen ab?

Alle Schüler*innen des Jahrgangs 12 hatten an diesem LAK-Tag die Möglichkeit aus einem breiten Workshop-Angebot jeweils zwei Themen auszuwählen. In den dreistündigen Workshops am Vor- und Nachmittag wurden einerseits fachliche und methodische Kompetenzen vermittelt, die für die Jugendlichen insbesondere für das Lernen in der Oberstufe hilfreich sind. Andererseits beschäftigten sie sich mit überfachlichen Kompetenzen, die für sie als Werkzeuge des Lebens auch außerhalb von Schule oder nach dem Ende der Schulzeit bedeutsam sind. Die Schüler*innen konnten dieses Mal aus dem folgenden vielfältigen Workshopangebot wählen:

  • Sketchnotes – oder die Kunst aus weniger mehr zu machen
  • Tafelwerk & Taschenrechner – Tipps und Tricks zum Umgang mit den erlaubten Hilfsmitteln im Matheunterricht
  • Selbstorganisation – The bad news is, time flies. The good news is, you’re the pilot
  • Punkt, Punkt, Komma, Strich! Rechtschreibung und Zeichensetzung – Auffrischung und Notfallkit für die Oberstufe
  • „Gegen die Wand reden und mit Worten töten“ – Wer braucht schon Kommunikationskompetenz?
  • Reich und glücklich mit dem richtigen Job!
  • Tante Kete und Emma – Verantwortungsvoller Umgang mit Drogen
  • Fit für die erste eigene Wohnung
  • Ich bin mein eigener Chef! Selbständig oder ständig selbst? – Existenzgründer-Basiskurs mit dem Schwerpunkt auf Rechnungswesen
  • Immer noch Stress mit dem Stress? – Wege zu mehr Gelassenheit durch Imagination, Meditation und Emphatie
  • Datenschleimspuren im Netz
  • Von den Profis lernen – wie recherchiere ich richtig im Netz? – Angehende Journalisten zeigen Tipps & Tricks, die sie in ihrer Ausbildung gerade gelernt haben

Die Workshops wurden von Lehrer*innen, einer Schülerin, Eltern, außerschulischen Partner*innen und Expert*innen durchgeführt. Der Schule bietet sich dadurch eine besondere Möglichkeit sich für Impulse von außen durch Externe zu öffnen und interne, bisher oft ungenutzten Potentialen zu entfalten.

Die ESBZ bringt durch dieses Lernformat das Selbstverständnis zum Ausdruck, sich nicht alleinig als Dienstleister zur Vorbereitung der Abiturprüfungen zu begreifen, sondern vielmehr ein Lernort zu sein, der Jugendlichen Wege in ein selbstbestimmtes (Berufs-) Leben ebnet und sie beim Erwachsenwerden begleitet.

Die wissenschaftliche Evaluation dieses neuen Lernformats erfolgt durch die Alanus-Hochschule. Die ersten Rückmeldungen von Teilnehmenden und Workshopleitenden an uns waren durchweg positiv. Im nächsten Schuljahr werden die LAK-Tage ausgeweitet  sowohl in der Anzahl der LAK-Tage als auch in Bezug auf die Jahrgänge (11-13).

 

 

 

 

Beiratstreffen im April in Berlin

Am 26. April 2017 kam der wissenschaftliche Beirat der Neuen Oberstufe in Berlin zusammen, um gemeinsam über aktuelle Fragestellungen zu diskutieren und zu reflektieren. Die zwei zentralen Themen beim diesmaligen Treffen waren die wissenschaftliche Evaluation der neuen Lernformate sowie Chancen und Risiken von Lernerfolgskontrollen in Pulsaren.

Die ersten Zwischenergebnisse der Evaluation, präsentiert von Prof. Dr. Dirk Randoll und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Petra Ehrler von der Alanus Hochschule, sind sehr positiv ausgefallen und zeigen, dass die Lernformate Pulsar und Lernexpedition in der Praxis  funktionieren. Das freut uns sehr und gibt uns neue Motivation den Transformationsprozess weiterzugehen. Im Sommer 2017 wird es einen ausführlicheren Zwischenbericht zur Evaluation geben, um Interessierten detailliertere Einblicke in die Evaluation geben zu können.

In einer Fish-bowl-Diskussionrunde wurden Chancen und Risiken von Lernnachweisen in Pulsaren diskutiert. Viele wertvolle Hinweise und Rückmeldungen nehmen wir daraus mit, um das Format Pulsar nun weiterzudenken und zu entwickeln.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Experten für ihre Unterstützung.

Und hier noch ein paar Impressionen vom Beiratstreffen (Ein großer Dank an dieser Stelle auch an den Fotografen Manuel Krug).

Forum „Oberstufe neu gestalten“ der Deutschen Schulakademie

Euphorisiert, ermutigt und mit neuer frischer Energie für unsere Oberstufe kehrten wir, eine Gruppe von Lehrer*innen, ehemaligen und aktuellen Oberstufenschüler*innen von der Evangelischen Schule Berlin Zentrum, vom Forum „Oberstufe neu gestalten – Bildung für die Zukunft“ der Deutschen Schulakademie zurück. Am 20./21.03.2017 kamen 210 Teilnehmende aus Schulen, Verwaltung und Wissenschaft aus ganz Deutschland zusammen, um gemeinsam die Oberstufe neu und zeitgemäß weiterzudenken.

Beim Forum haben wir als ESBZ an unterschiedlichen Stellen mitwirken und gestalten dürfen. So saß in der Schülerimpulsrunde Anton, einer unserer Oberstufenschüler, mit auf der Bühne. Er betonte, dass nicht mehr das Lernen an sich im Vordergrund stehe, sondern es nur noch darum gehe, Leistung abzuliefern. Auch die anderen Schüler*innen zeigten mit Ihren Impulsen, dass die Zeit reif ist für eine neue, zeitgemäße Oberstufe.

In den anschließenden elf Workshops wurde zu verschiedenen Themen rund um die Oberstufe gearbeitet. Annette Güth und Monika Eichinger aus unserem Team der Neuen Oberstufe hielten einen Workshop zum Thema „Individualisierende Lernformate und Persönlichkeitsentwicklung“ gemeinsam mit (ehemaligen) Oberstufenschüler*innen Anna, Antonia, Clara, Bonita und Benjamin.

Mit 30 Workshopteilnehmern*innen konnten wir so in den Austausch über unsere neuen Lernformate wie Pulsar und Lernexpedition gehen. Wir haben inspiriert und ermutigt, neue Denkanstöße für das Lernen in Sinnzusammenhängen gegeben und gleichzeitig auch für unsere Weiterentwicklung unserer Neuen Oberstufe wertvolle Anregungen mitgenommen.

Zum Abschluss des Forums saß die Schulleiterin der ESBZ, Caroline Treier, mit auf dem Abschlusspodium. Sie ermutigte die vorhandenen Spielräume in bestehenden Oberstufen zu nutzen und sich in der Bildungslandschaft stärker zu vernetzen, um Synergien zu nutzen bzw. Erfahrungswerte auszutauschen.

Insgesamt haben wir die Rückmeldung von den Forums- und Workshopteilnehmer*innen bekommen, dass wir einerseits durch Vorleben unserer Beziehungs- und wertschätzenden Gesprächskultur andere Schulen inspirieren und wir andererseits mit den neuen Lern- und Lehrformaten schon als eine innovative Schule wahrgenommen werden.

Das freut uns sehr und gibt uns neue Motivation unseren Transformationsprozess weiter voranzutreiben.

Weiterführende Informationen und Bericht von der Deutschen Schulakademie zum Forum finden Sie hier: https://www.deutsche-schulakademie.de/aktuelles/aktuelle-meldung/neue-lernkultur-fuer-die-oberstufe/