Die Fachliteratur hat uns entdeckt!

Bereits nach vier Jahren engagierter Arbeit ist es soweit: Wir sind sehr stolz und freuen uns sehr, dass unsere mittlerweile erprobten Lernarrangements für eine Neue Oberstufe Einzug in die (Fach-)Literatur halten.

Pädagogik der Jugendphase – wie Jugendliche engagiert lernen. Hintergründe und Praxiswissen (Anne Sliwka, 2018)

Das ehrt uns besonders: Professorin Anne Sliwka (Universität Heidelberg) greift in ihrer neuesten Veröffentlichung Pädagogik der Jugendphase – wie Jugendliche engagiert lernen die Pulsare als Beispiel auf, wie forschendes, ko-konstruktives Lernen und instruktiver Unterricht erfolgreich und motivierend Hand in Hand gehen können.

Der Beltz-Verlag kündigt das Buch wir folgt an: Wie kann Unterricht so gestaltet werden, dass Teenager eigenverantwortlich, engagiert und motiviert lernen? Weltweit zeigen Studien einen Einbruch der Lernmotivation im frühen Jugendalter. Dies führt bei vielen Jugendlichen zu verschlechterten Schulleistungen und zu Schulmüdigkeit. Der Grund für dieses »Motivationsloch«: Schule und Unterricht reagieren bislang zu wenig auf die starken kognitiven und sozial-emotionalen Veränderungen in der Jugendphase – und auf den großen Umbruch in der Lebenswelt der Jugendlichen, die Digitalisierung. Anhand von Studien und Schulbeispielen zeigt die Autorin, wie lehrerzentrierter, instruktiver Unterricht und neue Formen des forschenden und ko-konstruktiven Lernens Hand in Hand gehen können – damit Schule Jugendlichen und Lehrkräften wieder Freude macht.

Eine Leseprobe zum Buch finden Sie hier.

13 Jahre Schule statt Bildung: Meldung aus der letzten Reihe (Simon Clemens, 2018)

Besonders berührt hat uns Simons Beitrag zur Neuen Oberstufe in seinem Buch 13 Jahre Schule statt Bildung, das eine leidenschaftliche Einladung zu einem sinnvollen Lernen ist. Kurz nach seinem Abitur besuchte uns Simon vor etwa drei Jahren, fragte uns neugierig zu unseren Ideen für eine neue Oberstufe aus und wir hatten einen gesprächsfreudigen, sehr schönen gemeinsamen Nachmittag in Berlin. Sein Buch ist eine lebendige und kritische Reflexion der Schule und des Lernens. Dabei entsteht ein Lernverständnis, das statt Desinteresse und Gleichgültigkeit vielmehr Neugier, Ehrgeiz und Sinnhaftigkeit weckt.

Hier ein kleiner Auszug aus Kapitel 12, in dem Simon von unserer Oberstufe erzählt: (…) Statt Unterricht soll der Schulalltag hier aus Konzepten wie Pulsaren, Lernexpeditionen, Vertiefungswochen oder Reflexionstagen bestehen. Bevor wir genauer betrachten, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt, ist es zunächst beachtlich, welches Bewusstsein sich die „Neue Oberstufe“ erarbeitet hat. So stellt sie sich zunächst grundlegenden Fragen des Miteinanders: Wie gehe ich mit den Menschen um, denen ich täglich begegne? Mache ich sie zum Objekt meiner Bewertung oder schaffe ich Raum, um ihnen verstehend gegenübertreten zu können? Habe ich Pläne für mein Gegenüber oder gestehe ich ihm einen eigenen Entwicklungsraum zu? Diese Fragen hat sich die „Neue Oberstufe“ gestellt und zum Leitfaden ihres Handelns gemacht. So betont Barbara Stockmeier, eine der Verantwortlichen, dass die Grundlage jedes Lern- und Entwicklungsprozesses die Qualität der Beziehungskultur sei. Dabei sei Beziehungslernen grundlegend „Ausdruck von Achtsamkeit und Wertschätzung“. Auch wenn solche Aussagen vielleicht auf die Kalender des durchschnittlichen Lehrerzimmers gedruckt sind, besitzen sie vor dem Hintergrund des bestehenden Schulsystems eine gewaltige Sprengkraft – zumindest wenn man sie in die Realität umsetzt. (…)  Innovative Schulmodelle wie das der „Neuen Oberstufe“ in Berlin sind zweifellos tolle Beispiele für eine lerngerechte Schule. Allerdings sind diese Ideen nicht als Vorlagen, sondern vielmehr als Inspiration für die Gestaltung der „eigenen“ Schule zu verstehen. Denn ebenso wie die Schüler unterschiedlich sind, sind es auch die Schulen. Daher gibt es keine Pauschallösungen für gelungenes und organisiertes Lernen. So ist das wahrhaft Inspirierende der Evangelischen Schule Berlin Zentrum nicht unbedingt ihr konkreter Alltag, sondern dass sie sich als Bildungsinstitution selbst ernst nimmt und ein ausgeprägtes Bewusstsein für ihre eigenen Mitglieder entwickelt hat.

Transformation der Oberstufe – Neue Lernformate und Organisationsstrukturen für die gymnasiale Oberstufe (B. Stockmeier, E. Drimmer). In: Informationsschrift Recht und Bildung des Instituts für Bildungsrecht und Bildungsforschung e.V., Heft 1/2018.

Wunderbar freundlich hartnäckig hat der Herausgeber, Prof. Dr. Vogel, insistiert, dass wir einen Beitrag für seine Informationsschrift Recht und Bildung verfassen. Was lange währte ist nun geschafft und auch das macht uns stolz. Barbara Stockmeier erklärt gemeinsam mit Eyal Drimmer unser Konzept einer neuen Oberstufe anschaulich und praxisnah. Das Heft kann bei Interesse hier bestellt werden.

Mit flexiblen Lehr- und Lernformen zum Lernen inspirieren (Annette Güth). In: SchulVerwaltung spezial, Lernfrust und Lernlust. Heft 4/2017.

Bereits vor fast einem Jahr stellte Annette Güth in einem ermutigenden Beitrag unser Konzept und unsere Lernformate vor und ist dabei im Besonderen auf die Lernexpedition als selbstgestaltete Lernumgebung eingegangen. Die Zeitschrift ist im Abo hier analog und digital erhältlich.

Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ) – Reformpädagogik für morgen (D. Randoll, P. Ehrler)In: T.-S. Idel / H. Ullrich: Handbuch Reformpädagogik. 2017.

Auch bereits 2017 verfasste unser Evaluationsteam, Prof. Dr. Dirk Randoll und Petra Ehrler der Alanus-Hochschule, einen umfassenden Artikel zur ESBZ in dem Handbuch Reformpädagogik. Es wird u.a. mit folgenden Worten angekündigt: In diesem Handbuch präsentieren Expert/innen Beiträge zur »klassischen Reformpädagogik«, zu ihrer Rezeption und Transformation in den letzten Jahrzehnten und zur Expansion reformpädagogischer Konzepte und Methoden in innovativen Schul- und Lernkulturen der Gegenwart.

Eine Leseprobe zum Buch finden Sie hier.