Zwischenbericht der Evaluation der Lernformate

Wir freue uns, dass uns nun die Zwischenberichte der wissenschaftlichen Evaluierung der neuen Lernformate in der Oberstufe vorliegen und uns bestätigen, dass Pulsar und Lernexpedition von der großen Mehrheit der SchülerInnen und LehrerInnen als bereichernd und lernfördernd wahrgenommen werden.

Das Evaluationsteam der Alanus Hochschule (Prof. Dirk Randoll, Petra Ehrler sowie Dr. Jürgen Peters) hat in den letzten zwei Schuljahren 2015/16 und 2016/17 insgesamt vier Pulsare, drei Lernexpeditionen sowie einen Tag zu Lern- und Arbeitskompetenzen evaluiert (letzteres konnte leider noch nicht in den Zwischenbericht einfließen).

In diesem Gesamtfazit finden Sie eine kompakte Zusammenfassung der Ergebnisse.

Ergebnisse zum Pulsar

Die Ergebnisse zeigen, dass LehrerInnen wie SchülerInnen die Interdisziplinarität der Pulsare und damit die Aufhebung der Fächerisolation als persönliche Bereicherung empfinden. Das Wochenformat ermöglicht es den Jugendlichen sich intensiver mit einem Thema zu beschäftigen, dabei die Komplexität und die Zusammenhänge besser zu durchdringen und führt zu einer höheren Motivation und Begeisterung für das Thema, da sie sich auch über den Unterricht hinaus mit dem Thema befassen wollen. Externe Experten, Fachreferenten und der Besuch von externen Lernorte können durch das Wochenformat sinnvoll in die Pulsarwoche eingewoben werden, was bei den SchülerInnen als sinnvolle Bereicherung wahrgenommen wird. Neben dem angeleiteten Lernen gibt es im Pulsar auch Raum für selbständiges und eigenverantwortliches Lernen, das von den SchülerInnen sehr wertgeschätzt wird. Die anfängliche erhöhte Arbeitsbelastung bei den LehrerInnen zeigt einen Abwärtstrend bei zunehmender Anzahl durchgeführter Pulsare.

Bericht Evaluationsergebnisse Pulsar

Ergebnisse zur Lernexpedition

Die Ergebnisse zeigen, dass SchülerInnen in Lernexpeditionen vor allem das selbständige, eigenverantwortliche Arbeiten und die Möglichkeit sich neues Wissen anzueignen als persönlich bereichernd einschätzen. Die Jugendlichen lernen dabei mit viel Freude und Begeisterung und erleben sich dabei als Motor ihrer eigenen Handlung durch die hohe Selbstbestimmtheit in ihrem Lernprozess. Es zeigt sich, dass durch Lernexpeditionen ein größerer Praxisbezug sowie Anregungen für die eigene Berufsorientierung erreicht werden. Genauso werden fachliche Themen vertieft und neu gelernt. Auch die LehrerInnen schätzen die Freiheit des Formats und dass die SchülerInenn wesentliche Erfahrungen zu selbstorganisiertem Lernen machen können.

Bericht Evaluationsergebnisse Lernexpedition

Ausblick

Die Evaluation wird über die nächsten zwei Jahren fortgeführt werden, sodass dadurch bis zum Schuljahresende 2018/19 noch fundiertere und über einen längeren Zeitraum erhobene Ergebnisse vorliegen werden, die im Anschluss in einer Publikation münden sollen. Wir werden Sie dazu auf dem Laufenden halten.

Diese ersten Evaluationsergebnisse lassen den Schluss zu, dass die neuen Lernformate und Organisationsstrukturen eine vielversprechende Alternative zum klassischen Weg zum Abitur sein können. Sie weisen darauf hin, dass die Schüler nicht nur die fachliche Kompetenzen der Sekundarstufe II erreichen, sondern zusätzlich wertvolle methodisch-strategische, sozial-kommunikative und individuelle Kompetenzen erwerben.

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