Lernformate

Eine Neue Oberstufe – Wir haben uns auf den Weg gemacht

Seit dem Schuljahr 2015/16 werden neuen Lernformate an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum implementiert, erprobt, evaluiert und weiterentwickelt. Dabei stehen zunächst die beiden Lernformate „Pulsar“ und „Lernexpedition“ im Fokus.

Unsere Lehr- und Lernformate befähigen und ermutigen Schüler*innen in ihren Kompetenzen und Potentialen,  die Gestaltung unserer Gesellschaft und ihrer Herausforderungen mutig anzupacken. Priorität hat dabei der Aufbau einer Lernkultur, in der Beziehungslernen in Achtsamkeit selbstverständlich ist.

Fächervernetzendes Lernen in Pulsaren

In den Jahrgängen 11, 12 und 13 werden pro Schulhalbjahr ergänzend zu den bereits etablierten Kursfahrten drei Projektwochen (Pulsare) etabliert, in denen die FachlehrerInnen fächervernetzt unterrichten. Inhaltliche Basis der Projektwochen sind Vorgaben aus den Rahmenlehrplänen.

Selbstorganisiertes Lernen in Lernexpeditionen

In Jahrgang 11 werden pro Schulhalbjahr zwei und in Jahrgang 12 und 13 pro Schuljahr eine Lernexpedition im Umfang von je einer Woche etabliert, in denen die Schüler selbstorganisiert in Lerngruppen an wissenschaftlichen und persönlichen Lernzielen arbeiten. Jede Lerngruppe hat eine Fachlehrperson als Ansprechperson, mit der die Lernziele, die Dokumentation der Lerninhalte sowie die Reflexion des Gelingens erfolgt. Lernexpeditionen haben die Vertiefung schulischer Fachinhalte, die Erweiterung außerschulischer Kompetenzen und auch die bewusste Berufs- und Studienorientierung zum Ziel.

                                                     download Pilotphase
                              download Schuljahr 2015/16: Wir fangen an!

Die Vision der Neuen Oberstufe

download Ein Jahr in der Neuen Oberstufe: die Vision

Der Jahresverlauf der Neuen Oberstufe bewegt sich im Rhythmus von

  • Pulsar-Wochen
  • LernExpeditions-Wochen
  • fachspezifischen Vertiefungs-Wochen
  • Lern- und Arbeitskompetenztrainings-Tagen
  • Lerndokumentations-Tagen
  • Reflexions-Tagen
  • Coaching-Sessions und
  • PeerLearning-Tauschbörsen
Pulsar

Wissenschaftstheoretisches Arbeiten, Erfahrungslernen und Handlungslernen verbinden sich in den Pulsaren. Pulsare sind jahrgangsübergreifende Themenwochen, für die interdisziplinäre Expertenteams struktur- und freiheitgebende Lernumgebungen vorbereiten und anleiten. Mehr…

Lernexpedition

Lernexpeditionen bieten den Lernenden die Möglichkeiten, ihr Lernthema und ihren Lernprozess vollumfänglich selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu gestalten. Lernexpeditionen haben die Vertiefung schulischen Wissens und Könnens, die Erweiterung außerschulischer Kompetenzen oder auch die bewusste Studien- und Berufsorientierung zum Ziel. Die Lernenden erhalten in der Lernexpedition die Chance, sich gänzlich den Herausforderungen ‚Selbstorganisation’ und ‚Selbstverantwortung’ zu stellen. Mehr…

Lern- und Arbeitskompetenzen

In den Workshops zu Lern- und Arbeitskompetenzen erlernen die SchülerInnen Strategien und Kompetenzen für erfolgreiches Lernen und Arbeiten. Die Workshops finden zum Einen statt zu fachspezifischen Kompetenzen wie beispielsweise die Analyse historischer Quellen, das Schreiben einer Erörterung oder eines Essays, das Lesen geographischer Karten oder der Umgang mit Statistiken. Zum Anderen gibt es Workshops für die Erweiterung und Festigung überfachlicher Kompetenzen wie zum Beispiel Visualisierungstechniken, Kommunikationsstrategien, Supportive Leadership, oder Präsentations- und Dokumentationsformen.

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PeerLearning-Tauschbörsen

Die PeerLearning-Tauschbörsen sind ein Markt der Möglichkeiten, an dem die SchülerInnen, LehrerInnen und Kooperationspartner erlerntes Fach- und Erfahrungswissen präsentieren, visualisieren, reflektieren, diskutieren und teilen. Die PeerLearning-Tauschbörsen sind für die SchülerInnen ein Herzstück der Inspiration für die Planung zukünftiger LernExpeditionen. Sie sind eine Austausch-, Informations- und Netzwerkbörse für das Teilen und Entdecken interessanter Lerninhalte, spannender Lernorte und Kooperationspartner, hilfreicher Lernstrategien, guter Lernmaterialien und gelungener Dokumentationsformen.

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Fachspezifische Vertiefung

Üben, anwenden, vertiefen ist die Prämisse in den fachspezifischen Vertiefungsmodulen. In Anleitung und Begleitung von Fachlehrpersonen vertiefen die Schülerinnen und Schüler fachspezifische Kompetenzen und festigen ihr diesbezügliches Wissen und Können. Die Lernenden erhalten Unterstützung darin, neue Fachinformationen und neu erkannte Zusammenhänge sich auf eine Weise präsent zu machen, dass sie nahezu automatisch jederzeit über sie verfügen können. In den Vertiefungsmodulen werden fachspezifische Informationen zu anwendbarem Wissen und Können verdichtet.

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Die Rolle des Lehrers

Die neuen Lehr- und Lernformate verändern die Rolle und das Anforderungsprofil an dieLehrpersonen. Erfolgreiches, selbstbestimmtes Lernen basiert auf einer engen Beziehungskultur und einer professionellen Begleitung, denn selbstgesteuertes Lernen ist nicht steuerungsfrei. Lernberatung und Lernprozessbegleitung, strukturgebende gestaltete Lernumgebungen sowie neue Dokumentations-, Reflexion- und Prüfungspraktiken zu personalisiertem Lernen fordern die Lehrpersonen. In der neuen Sekundarstufe II bildet das Team der Erwachsenen, die die Lernenden als Fachexperten, Trainer und Tutoren auf ihrem Weg in der Selbstständigkeit begleiten, den elementaren Kern. Die Lehrperson steht in der Verantwortung, mit jedem Lernenden seine individuelle, angemessene Herausforderung im Lernprozess zu definieren an der er wachsen kann. Sie unterstützt den Lernenden darin, seinen Kompetenzen entsprechend anspruchsvolle und fordernde Lernziele zu formulieren und diese erfolgreich umzusetzen. Dafür führt die Lehrperson regelmäßige positive Feedbackgespräche mit jedem Lernenden, in denen der Lernende seine Ziele und Lernfortschritte reflektieren kann und ein Abgleich von Selbst- und Fremdeinschätzung erfolgt. Transparente Anforderungsniveaus in den Lernaufgaben sind dafür notwendig. Die Lehrperson begleitet und ermutigt den Lernenden darin, die Verantwortung und die Verpflichtung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen.

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Ein Hörbeitrag von Barbara Stockmeier (2012)

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